Rhetorik-Blog

  • 01. Warum Rhetorik?

    Ab jetzt erscheint an dieser Stelle ein Blog in unregelmäßigen Abständen. Im Mittelpunkt steht der Zusammenhang von Rhetorik und medialer Öffentlichkeit. Ich knüpfe damit an eine lange Tradition an. Die Rhetorik ist ja immerhin schon mehr als 2500 Jahre alt.

  • 02. Ohne Rhetorik ist alles nichts!

    Mein Zugang zum Thema Rhetorik ist berufsbedingt. Ich bin Journalist. Da geht es ja immer irgendwie um Rhetorik. Jedenfalls ist das meine Erfahrung aus den vergangenen Jahrzehnten. Egal wo und für wen ich gearbeitet habe ...

  • 03. Die Wirkung macht's!

    Beurteilen Sie sich mal selbst. Geht es Ihnen nicht auch wie den meisten Menschen. Die brauchen nicht lange, um jemandem einzuschätzen, der gerade um ihre Aufmerksamkeit buhlt. Wer also ein Gegenüber oder ein Publikum überzeugen und gewinnen will, darf eines nicht vergessen: Man kann am Anfang viel gewinnen oder auch viel verlieren. Meist überzeugt man mit einfachen, bildhaften Worten und indem man Gefühle zeigt.

  • 04. Rhetorik - Was für eine Story!

    Wenn hier von Rhetorik die Rede ist, dann immer von der praktischen, der angewandten Rhetorik. Mir geht es um den Redner selbst und sein Instrument: die Sprache. Der Redner mit seiner Beredsamkeit und seiner Redetechnik stehen für mich im Mittelpunkt, wenn ich auf die Frage eingehe: „Rhetorik? - Seit wann gibt es das überhaupt?“

  • 05. Cicero - zum ersten!

    Nach dem allgemeinen Exkurs in die Geschichte der Rhetorik im Blog ist jetzt einerder ganz großen Redner der Antike an der Reihe. Jeder, der an seiner individuellen Rhetorik arbeiten will, kann von Cicero (106 v.Chr. bis 43 v.Chr.) lernen. Er ist einer der herausragenden Redner der Antike. An ihm kommt keiner vorbei, dem etwas an Rhetorik liegt.

  • 06. Die "Rampensäue" der Rhetorik

    Wer von Cicero spricht – wie im Blog zuvor - muss auch von denen reden, auf dessen Schultern er steht: Es sind Redner wie Perikles im 5. Jhd. v.Ch. und Demosthenes im 4. Jhd. v.Ch. in Athen. Wie Cicero im 1. Jhd. v. Ch. in Rom verschaffen sie sich zu ihrer Zeit in Athen Macht und Einfluss dank ihrer ausgeklügelten Rhetorik. Mit ihnen entsteht im östlichen Mittelmeerraum ein völlig neuer Typus des Politikers, der kraft seiner Redekunst Einfluss auf die Staatsgeschäfte nimmt.

  • 07. Jeder Auftritt ist eine Chance!

    Nach den Ausflügen in die Geschichte der Rhetorik und zu einigen der herausragenden Vertreter ihrer Zunft wird’s wieder konkret. Also zurück zur Praxis der Redekunst – hin zu einem ganz entscheidenden Moment: dem Auftritt in der Öffentlichkeit.

    Merken Sie sich eine eiserne Regel: Wenn Sie einem Auftritt vor Publikum entgegensehen, machen Sie es sich ja nicht zu leicht! Bereiten Sie sich gründlich vor. Dabei ist völlig egal, ob sie einen Vortrag halten, ein Statement oder ein Interview vor einer Kamerageben, an einer Talkshow oder an einer Podiumsdiskussionteilnehmen. Entscheidend ist: verlassen Sie sich nie allein auf Ihre fachlichen Qualitäten.

  • 08. Rhetorik und Politik

    Nehmen wir mal an, es ist Wahlkampf, irgendein x- beliebiger. Es wird ja ständig irgendwo gewählt. Wer gewählt oder wiedergewählt werden will, ist permanent rhetorisch gefordert. Wahlkampf ist ein Bad in der Menge. PolitikerInnen sind Dauerredner. Ohne gute rhetorische Performance verpufft alles. Empirische Studien dazu zeigen, dass Sachkenntnis und Faktensicherheit alleine keinen Erfolg beim Wählervolk bringen. Längst ist die Stimmabgabe für viele so etwas wie eine Lifestyle-Entscheidung. Äußerlichkeiten wie Aussehen, Gestik, Körperhaltung, Stimme, Intonation, Modulationund Kleidung spielen eine Rolle. Wer also einen Wahlkampf führt, der nur auf Fakten basiert und allein an die Ratio appelliert, kann gleich einpacken. Wahlkampf findet im öffentlichen Raum statt. Da braucht es Stimulanz, da braucht es Emotion. 

  • 09. Die Rhetorik-Performance

    Die wirklich guten Redner ziehen alle Register der Redekunst. Sie sind wahre „Rampensäue“. Die Rednerbühne ist ihre Welt. Entsprechend konzipiert, durchdacht und vorbereitet sind alle ihre Reden:

    • Sie verfolgen eine kommunikative Absicht.
    • Sie entwickeln eine kommunikative Dynamik.
    • Sie versuchen sich im Bewusstsein der Kommunikationspartner festzusetzen – egal in welchem kommunikativen Setting.  

  • 10. Achte auf die Regeln!

    Wer die Regeln der Rhetorik kennt, wird dadurch noch nicht zum bedeutsamen Redner. Cicero, der Rednerstar der spätrömischen Republik zu Cäsars Zeiten, erklärt das in seinem Buch „De Oratore“ („Über den Redner“) folgendermaßen: „Die Beredsamkeit ist nicht aus einem theoretischen System entstanden, sondern das theoretische System ist aus der Beredsamkeit entstanden.“ Na klar: Am Anfang war das Wort! Am Anfang waren die Sprache und das Reden. Und nicht die Theorie. Die wird nachgeliefert. 

  • 11. Überall Fallstricke

    Beim Auftritt in der „medialen Öffentlichkeit“ lauern viele Fallstricke. Die Grundregel lautet daher: Jeder, der sich in die Öffentlichkeit begibt oder sich in der Öffentlichkeit bewegt, muss sich darauf einstellen!

    Fallen Sie nicht auf einen weitverbreiteten Trugschluss herein und gehen Sie nicht wie selbstverständlich davon aus, dass Sie ihresachlich-fachliche Kompetenz in der medialen Öffentlichkeit auch eins zu eins umsetzen können. Ein folgenschwerer Irrtum!

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